Südostasien III Tag 19: Sungei Buloh Wetlands Reserve – Natur pur in Singapur
Singapur ist ein Stadtstaat. Gibt es da dennoch Natur? Auf jeden Fall!
Während der Sicherheitseinweisung im Flugzeug, die verschiedene Orte in Singapur zeigt, und aus der Bordzeitschrift Silverkris habe ich mir diverse Orte aufgeschrieben. Zum Beispiel die Sultan-Moschee. Später ist mir aufgefallen, dass die direkt neben dem Hotel ist. Noch etwas später ist mir aufgefallen, dass ich da beim letzten Mal schon war.
Heute möchte ich herausfinden, was es mit der Natur in Singapur auf sich hat. Die Otter im Botanischen Garten kenne ich schon. Also fahre ich zum Sungei Buloh Wetlands Reserve, einem großen Naturschutzgebiet im Norden der Stadt. In Thailand habe ich mich gefragt, warum ich eigentlich Die Lange Anna mit habe – denn außer in Bangkok im Benjakitti-Park habe ich sie nicht gebraucht.

Viel los ist nicht. Wenn man Tiere sehen will, muss man gute Augen oder Ohren haben, oder an bleibt einfach stehen, wo andere schon stehen und scheinbar ins Nichts gucken. Zum Beispiel hier:



Wenn man mit den Fotografen spricht, warum sie hier sind, nennen sie immer wieder drei Arten:
- Koromandelkuckuck (engl. chestnut-winged cuckoo)
- Königskobra (engl. king cobra)
- Baumstelze (engl. forest wagtail)
Fangen wir mit dem ersten an:

Kurz darauf hocken beim Parkplatz am Wetlands-Zentrum (das ist nicht das Besucherzentrum) 6 oder 7 Fotografen auf dem Boden. In dem keinen Wäldchen (das von Wegen umgegeben ist) soll eine Baumstelze sein. Mir zeigt sie sich nicht. Stattdessen kommt der hier aus dem Wald:

Ab dem Wetlands-Zentrum geht es dann rein in die eigentlichen Wetlands.

Irgendwas klebt an mir und meiner Kameratasche. Ich schaue nach, ja, da hängt was, nämlich das hier:

Und wir bleiben beim Thema Springer: Denn weiter geht's auf dem Rundweg um die Lagune, in der aktuell Niedrigwasser ist, sodass die Schlammspringer auf dem Trockenen sitzen.

Das ist zwar ein Fisch, er kann aber an Land atmen. Einige Arten halten sich fast komplett an Land auf.


Weiter auf dem Weg sitzen drei Tiere auf dem Weg: zuerst ein kleiner Bindenwaren mitten auf dem Weg liegend, dann ein großer Bindenwaran den Weg querend und zuletzt ein Otter, ebenfalls den Weg querend. Bevor ich realisiert habe, dass es ein Otter ist, ist der aber schon wieder weg.

Ach ja, ein Tier aus der Liste oben bin ich euch noch schuldig:

Ein Biss der Königskobra ist für den Menschen oft tödlich, die Schlange aber nicht aggressiv.
Ich frage die beiden Männer, die die Königskobra beobachten, ob es hier Krokodile gebe. Schilder weisen ständig darauf hin. Sie meinen ich soll bei der Main Bridge mal gucken. Gesagt, getan. Am Ufer liegt ein Salzwasserkrokodil (Leistenkrokodil). Als ich es fotografiere, schwimmt gerade ein weiteren den Fluss entlang. Das am Ufer liegende Krokodil bewegt sich daraufhin Richtung Fluss. Ich erwarte einen Kampf, es passiert aber nichts. Das am Ufer liegende Krokodil hatte davor auch schon einen vorbeigehenden Seidenreiher ignoriert.

Später sehe ich noch eins:

So, das war's, aber zum Ausgang. Da verabschiedet mich der hier und ihn stört es auch nicht, dass ich auf einen Meter an ihn heranrücke:

Ich hole im Hotel mein Stativ. Das ist etwa anderthalb Stunden vom Reservat entfernt. Zwischendurch scheint es gewittern zu wollen, aber es fällt dann doch aus. Ich gehe nochmal zur Marina Bay.


So, jetzt aber ab ins Bettchen, ich will das gerne noch in der morgendlichen Blauen Stunde von der Marina Barrage fotografieren.
Südostasien III Tag 18: Singapur (Changi Airport Butterfly Garden, Jewel, Marina Bay) – Zwangsabstecher
Malediven, Doha, nochmal Doha und jetzt auch noch Singapur: Die Liste der Orte, die ich nur aufgrund von Geldmangel besuche, wird immer länger!
Das Leben ist hart, wenn die Reise das Budget zu sprengen droht und man nicht von Phuket und auch nicht am Wochenende fliegen kann und deshalb drei Tage Singapur buchen muss. Flug waren jetzt 98 Euro, Hotel 121. Supermarktpreise in Singapur sind sehr viel höher als in Thailand (z.B. Cola etwa das Dreifache), Dienstleistungen hingegen etwa auf ähnlichem Niveau. Passt irgendwie nicht zusammen.
Ursprünglich war ich von deutlich mehr für das Hotel ausgegangen (was ich erst vorgestern auf der Bootsfahrt nach Mu Ko Surin gebucht habe, weil ich den Namen für das Einreiseformular brauchte) und habe deshalb den früheren der beiden Vormittagsflüge von SQ gebucht. SQs Billigtochter TR fliegt zwar auch, ist aber mit Gepäck merklich teurer als SQ, was immer mit Gepäck ist.
Also geht es um 8:40 von Phuket nach Changi. Ich komme (zu Fuß) etwa 65 Minuten vor Abflug beim Flughafen an. Gestern auf dem Weg vom Flughafen zum Sugar Marina Aviator (Hotel) wurde ich von Taxifahrern angequatscht, wo ich hin will. Ich habe dann überlegt, was man lustiges sagen könnte. Zuerst fiel mir „Hotel“ ein. Später kam ich auf die Idee, zu sagen, dass ich (zu Fuß) nach Bangkok will (was zudem in entgegengesetzter Himmelsrichtung liegt), aber danach hat mich keiner mehr angesprochen. Das Aviator-Hotel hatte meiner Meinung nach die beste Matratze auf der ganzen Reise. Thailänder schlafen wohl gerne hart – ich nicht.
Nachdem ich die Bordkarte erhalten habe, gehe ich ein letztes Mal zu Amazon – Chocolate Frappe. In Singapur gab es zeitweise drei Filialen, die aber inzwischen wieder geschlossen wurden. Dadurch stehe ich erst 40 Minuten vor Abflug (mit gefühlt eingefrorenem Gehirn) in der Passkontrolle und da ist viel los (der Raum ist komplett voll). Ich bekomme etwas Panik, komme aber doch innerhalb von knapp 20 Minuten durch.
Flughafen Changi
Nach Landung in Changi besuche ich den Schmetterlingsgarten. Den zu finden ist gar nicht so einfach, denn der Flughafen in Singapur ist sehr groß.


Ich beobachte drei Schmetterlinge, die komisch aufeinander hocken. „Die haben einen Dreier“, sagt ein Mann, „das habe ich noch nie gesehen.“ Und das, obwohl er laut seinem Anstecker beim Flughafen arbeitet. Aber es steht nicht drauf, ob er zum Schmetterlingsgarten gehört.

Ich finde besonders faszinierend, wie der eine Falter den anderen am Rüssel hält.
Die Gruppe meinte, ich solle Bilder vom Jewel (Einkaufszentrum) schicken, aber das befindet sich auf der Landseite. Der luftseitige SkyTrain, den ich jetzt eh nehmen will, fährt aber einmal mittel durch, wofür er sogar abbremst.

Durch den Besuch im Schmetterlingsgarten ist die Landung schon 90 Minuten her und die Gepäckausgabe bereits vorbei. Ich frage beim Gepäckservice nach. Sie finden meinen Koffer an der Kopfseite des Bandes liegen. Der Reißverschluss der vorderen Tasche fehlt. Der Inhalt liegt neben dem Koffer. Ich vergesse, dass ich mich wegen Beschädigung des Koffers hätte beschweren können, wie 2016 nach Kuba.
Und das nächste Unheil droht: Bei Singtel sind alle Systeme ausgefallen. Man kann daher keine SIM-Karten mehr kaufen. Es sei schon seit 2 Stunden alles down und werde noch mindestens 1 Stunde down bleiben. Ich soll eine andere Karte kaufen, meint die Frau, der bezahlte Betrag würde später erstattet.
Auf Pelago (Singapore Airlines' Konkurrent zu Get Your Guide und Viator) kann man neben der 12-SGD-Karte von Singel für 7,80 SGD (gut 5 Euro) auch eine von M1 kaufen. Der Name ist identisch: ebenfalls $12-Touristen-SIM. Da alle Karten in Singapur unrealistisch viel Datenvolumen haben (und Tethering – Thailand staunt) werden sie nur anhand des Preises unterschieden. Die Leistungen der beiden 12-SGD-Karten sind absolut identisch, außer dass M1 Roaming in anderen Ländern hat (Malaysia, Indonesien, Hong Kong und Macau sowie völlig willkürliche weitere Länder je nach Kartenpreis). Die 12-SGD-Karte kostet – der Name verrät es wie bei Singtel – 7,02 SGD. Man kann sie Changi Meet and Greet einlösen. Anders als bei Singtel dauert es 5 bis 10 Minuten, bis die Karte funktioniert (man Netz kriegt). Man kann auch Karten bei Meet and Greet direkt kaufen, die kosten aber bei schlechterer Leistung ein Vielfaches der vorbestellten Karten.
Ich habe ein Zimmer in der Heritage Collection on Victoria. Dafür braucht man eine App als Schlüssel. Ich bin mir unsicher, ob ich NFC brauche. Die notwendige Antenne habe ich beim Tausch des Akkus meines Handys abgerissen, da sie am Deckel klebte. Es reicht aber offenbar BLE, obwohl man das Handy so nah auf den Empfänger packen muss wie bei NFC-Anwendungen.
Nachdem ich mich etwas orientiert habe, laufe ich zur Marina Bay für den Sonnenuntergang.




Dann geht's zurück ins Hotel. Endlich mal ausschlafen. In den letzten drei Wochen konnte ich nur im Flusshotel länger als 6 Stunden schlafen.
Südostasien III Tag 17: Poda-Inseln Krabi (Ko Poda Nok/Chicken Island, Thale Waek, Ko Poda Nai) – Kurz nach Krabi cruisen
Ich mache den einzigen Bootsausflug ab Phuket, den ich noch komplett nicht kenne. Und er ist gar nicht schlecht.
Heute habe ich nochmal einen Tagesausflug gebucht – zu den vier Poda-Inseln in der Provinz Krabi. Abholung ist um 7 Uhr. Der Fahrer ist etwas zu früh, ich noch nicht ausgecheckt. Das Hotel macht da einen Akt von, auch mit ihrer Kaution (1000 THB).
Um 8:30 fährt das Boot von Ao Nang Travel nach Krabi. Sie haben alle ihre sechs Fähren Ao Nang Princess genannt. Ganz großartig.
Ankunft in Nopharat Thara (es gibt zahlreiche Schreibweisen des Namens) ist gegen 10:10, dann geht es mit dem Schnellboot auf die Poda-Inseln.

Ko Poda Nok

Es geht zuerst nach Ko Poda Nok, übersetzt Vogelinsel bzw. auf Englisch Chicken Island. 10:40 kommen wir an, 12:30 ist Mittag auf der Insel.

Vorgesehen sind hier jetzt fast 2 Stunden am Strand. Ich habe meine Schnorchelausrüstung dabei. Obwohl ich mich schon gefragt habe, warum ich das jetzt gemacht habe statt einem Ausflug zu Bamboo Island (was man nicht allein buchen kann sondern nur zusammen mit einer „Premium-Tour“ nach Mu Ko Phi Phi, wo ich schon war), gibt es tatsächlich sehr viel Neues zu sehen, als ich von Thale Waek aus gesehen links ganz hinten (so weit man trockenen Fußes kommt) schnorchle:



Es gibt hier auch wieder Anemonenfische, aber nur an einer Stelle. Diese Spezies mit zumeist Schwarz statt Orange bewegt sich mehrere Meter von der Anemone weg, sodass ich erst einen Anemonenfisch und dann erst die Anemone sehe. Da sie in größerer Tiefe leben und das Wasser etwas trüb ist, schaffe ich kein gutes Bild von dem Pärchen und ihrer Anemone.
Ach ja Nemo, kurz darauf treffe ich auf den Fisch, der seine Mutter verspeist hat:


Die Tiere auf den letzten zwei Bildern sind gefährlich für Menschen, jedoch nicht aggressiv. Barrakudas verwechseln gerne glänzende Dinge mit Beute, dann ist es doof für Taucher und Schnorchler. Ich hatte auch die Vermutung, dass auch die Fische der folgenden Art meine Kamera oder das rote Armband davon mit irgendwas verwechseln.


Warum Schwarz? Weil sie eigentlich schwarz sind und sich zum Sonnenschutz mit Sand eindecken.

Thale Waek (auch Ko Thap, Ko Tap und Ko Tup)
Nach dem Mittagessen gehen wir rüber nach Thale Waek, die Sandbank die zwischen Poda Nok und Poda Nai liegt. Normal fährt man mit dem Boot, aber heute Mittag ist wieder Niedrigwasser, sodass man durch das hüfttiefe Wasser waten kann. Thale Waek sind eigentlich auch zwei Inseln, die aber durch eine Sandbank verbunden sind.

Ich habe keine Schuhe dabei, was sich als unvorteilhaft herausstellt, da der Weg sehr steinig ist. Zwei Inderinnen begleiten mich auf die andere Insel.
Viel machen kann man auf Thale Waek nicht, obwohl dort mehr Menschen drauf sind als auf der größeren Ko Poda Nok. um 13:50 fährt das Schnellboot die Gruppe, die fast komplett aus Indern besteht (andere als die zwei, die mir geholfen haben), auf Ko Poda Nai, nicht aber, um zu erklären, woher Ko Poda Nok seinen Namen hat:

Ko Poda Nai (Ko Poda)

Auf Ko Poda Nai gibt es von der Crew Schnorchelmasken für die, die wollen. Wir sind hier jetzt von 14:10 bis 15:20. Ich finde das Schnorcheln hier schlechter als auf Ko Poda Nok, wo die Masken nicht ausgegeben wurden.
Aufgrund der Niedrigwassers schwimmt man nur ganz knapp über den Korallen. Klingt gut zum Fotografieren, ist es aber nicht, weil es gleichzeitig vom Sand ziemlich trüb ist. Ich schwimme zur nördlichen vorgelagertern Insel. Sie liegt in dem Bereich, in dem die Langschwanzboote nicht fahren dürfen.


Auch hier gibt es wieder einen Papageifischschwarm, aber die Bilder werden nichts, da sie fressen und dabei das Wasser noch trüber machen als es sowieso schon ist.


Da denkst du, du hast in Thailand beim Schnorcheln schon alles gesehen, und dann kommt so ein Tag...
Dann geht es zurück nach Nopharat Thara und dann weiter nach Phuket.

Wie man sieht, ist die Sonne jetzt weg. Passt ja. Und ich mache mich auch aus dem Staub nach Singapur morgen früh. Ich habe noch keine richtige Ahnung, was ich mache. Ich kann ja nicht den ganzen Tag im Botanischen Garten die Otter suchen, otter ... äh ... oder?
Die Datenflat auf der SIM-Karte hat mehr oder weniger pünktlich geendet nach 360 Stunden (15 Tagen), wobei von Mitternacht an auch nur noch maximal 900 kbit/s möglich waren. War kein guter Deal, denn ich hab etwa 14 Gigabyte verbraucht, was auch am gesperrten Tethering (Hotspot/Internetfreigabe) liegen dürfte. In Singapur gibt es die 15-Dollar-Touristenkarte (knapp 9 Euro), die ich damals hatte, jetzt mit einem Viertel Terabyte in Singapur und einem Viertel Terabyte Roaming in fast ganz Südostasien (statt wie damals 120 Gigabyte in Singapur und 3 Gigabyte in Malaysia, Thailand und Australien, wobei letzteres bei diesem Angebot nicht mehr drin ist). Ein Viertel Terabyte Roaming-Datenvolumen für 9 Euro! Und 31 Tage Gültigkeit (und Tethering). Ich glaube, da staunt man weltweit.
Fun Fact: Auch Singapur Airlines hat mich beim Checkin automatisch an den Notausgang gesetzt. Vielleicht ganz gut, denn das Flugzeug ist eine 737 MAX 8.
Ich wurde gestern von der Gruppe gefragt, warum ich nach Singapur fliege: aus Kostengründen. Flüge Richtung Heimat ab Phuket sind extrem teuer, insbesondere am Wochenende. So einen Glücksgriff wie 2024 mit TK, wo der von mir gewünschte Direktflug nach Istanbul plötzlich hunderte Euro billiger war, habe ich nicht landen können. Also muss ich leider drei Tage nach Singapur. Arm zu sein ist eine Bürde, wie 2025 als ich aus Kostengründen zwei Tage auf den Malediven war, weil die Direktflüge zwischen Frankfurt und Bandaranaike unbezahlbar waren.
Nach fast drei Wochen Action freue ich mich dann aber auch auf zu Hause. Mache ich jetzt schon.
Südostasien III Tag 16: Mu Ko Surin (Ao Chong Khad, Ko Surin Tai, Ko Surin Nuea, Ao Bon, Ao Sup Pa Rod) – Gefunden!
Im zweiten Anlauf konnte ich die Surin-Tour buchen und dadurch Nemo finden!
Aus der Gruppe ist heute nur eine Person abgereist (mit Edelweiss nach Kloten). Sie hat somit die geringste Flugverschiebung der Nicht-Verlängerer.
Nachdem es 2024 nicht geklappt hat, habe ich jetzt die Tour nach Mu Ko Surin (Surin-Inseln) buchen können! Yay. Ich wollte das erst wieder als Flughafentransfer benutzen, konnte aber den Anbieter („Oh-Hoo!“, wie damals nach Similan) nicht übe WhatsApp erreichen, um das abzuklären. Spoiler vorab: Es wäre gegangen, aber es war nach Rückkehr sehr hektisch. Die Zeit hätte nicht gereicht, um sowohl zu essen als auch zu duschen, wobei ich die Dusche diesmal auch nicht brauche, da ich erst morgens am nächsten Tag fliege. (Es gibt eine Dusche bei SeaStar Andaman, ich glaube es gibt auch nur genau eine oder zwei pro Geschlecht.) Außerdem war das, was ich morgen habe, morgen etwas billiger als heute.
Ach ja billig: Ich nutze Booking.com zwar nur, wenn ich nicht anders kann, da ich weiß dass die Gebühren für die Hoteliers hoch sind. Dennoch habe ich in deren Kundenbindungsprogramm Genius keinen normalen Rang mehr (Rang 1 bis 3) sondern schlicht „VIP“. Als solcher kriegt man offenbar etwa einmal im Jahr einen 15-Euro-Gutschein für Aktivitäten ohne Mindestbestellwert. Booking.com zapft hierfür Viator an, wobei ich nicht sicher bin, ob man den gesamten Katalog von Viator nutzen kann. Um Weihnachten 2024 war ich auf die Art und Weise bei der Salinenführung auf Lanzarote. Diese sechsteilige Serie fehlt aktuell, obwohl sie bis auf die erwähnte Führung fertig ist (es gibt weitere Serien, die bis auf den letzten Tag fertig sind). Die Saline hat nur wenig mehr als den Gutscheinwert gekostet, heute reduziert sich der Preis von 104 auf 89 Euro.
Die Surin-Inseln sind sehr weit weg und die Abholung naturgemäß sehr früh – 5:40. Es ist nämlich wieder ein ziemlicher Ritt. Der Transfer zum Anleger in Baan Nam Khem. Es dauert gut zwei Stunden von meinem Hotel in Karon aus. Da gibt es wie üblich Frühstück. (Es gab auch gestern Frühstück, obwohl es schon 13 Uhr war.) Interessant ist die Hühner-Porridge-Suppe, die man sich mit weiteren würzenden Einlagen versehen kann, z.B. Knoblauch, Sojasoße und Ingwer (ja Ingwer – nicht Galgant). Es gibt auch USB-Ladestationen (Kabel nicht nötig, aber es lädt nicht sehr schnell). Die Sache ist fast so groß und professionell aufgezogen wie Similan, aber nicht ganz.
Um 9 Uhr gibt es ein Briefing. Um 9:30 geht es los. Fahrzeit für die etwa 44 sm sind offiziell 1:20, wir brauchen heute wegen Seegangs 1:30. „Wenn ihr sauer auf mich werdet wegen des Wetters oder des Seegangs – mir egal!“, meint die Führerin. Programm ist wie folgt:
- 40 Minuten schnorcheln in Chong Khad Bay (den Touristen gegenüber „Nemo House“ genannt)
- 40 Minuten Besuch des Dorfes der Moken („Seezigeuner“)
- 70 Minuten Mittagessen und Besuch der nördlichen Surin-Insel
- 40 Minuten schnorcheln in Bon Bay
- 40 Minuten schnorcheln in Sup Pa Rod Bay
Diese Zeiten sind netto und laut den Mitarbeitern zu zählen ab dem Zeitpunkt, an dem der erste das Boot verlässt. Anders als beim Gruppenbus, wo ich in der Regel als letzter ausgestiegen bin, bin ich heute daher immer unter den ersten dreien. „Boot“ heißt heute nur beim Schnorcheln das Schnellboot, mit dem wir zu den Inseln fahren. Denn es ist Niedrigwasser und wir müssen daher die anderen beiden Punkte mit dem Langschwanzboot erledigen.
Ao Chong Khad (Chong Khad Bay, „Nemo House“)
Den Spitznamen hat dieser Schnorchelplatz von den über 50 Anemonen, die es hier gibt und in denen Falsche Clownfische in Symbiose mit der Anemone leben (Nemo ist ein Falscher Clownfisch; Echte Clownfische leben im südlichen Pazifik).



Clownfische sind Zwitter. Sie sind normalerweise männlich, aber das ranghöchste (und größte) Tier in einer Gruppe ist weiblich. Es stresst die Männchen, was das die Umwandlung unterdrückt. Stirbt es, wird das größte Männchen zum Weibchen.

Die Clownfische leben hier zusammen mit einem Dreifleck-Preußenfisch in einer Anemone.
Beusch des Moken-Dorfes auf der Südlichen Surin-Insel (Ko Surin Tai)
Die Moken werden als Seezigeuner bezeichnet, auf Thai als Wasser- oder Seevolk. Sie sind aber nur Halbnomaden, denn in der Monsunzeit sind sie sesshaft. In der Trockenzeit leben sie auf ihren Langschwanzbooten. Die Moken, die wir besuchen, sind aber auch jetzt in der Trockenzeit auf dieser Insel, und das wohl schon seit 200 Jahren. Wo sie herkommen, ist unklar. Bemerkenswert ist, dass beim Tsunami niemand von ihnen gestorben ist.

Ich bekomme den Tipp zum Aussichtspunkt zu gehen.

Vom Aussichtspunkt kann man noch weiter laufen. Das mache ich, obwohl ich meine Schuhe auf dem Langschwanzboot gelassen habe. Viel zu sehen gibt es nicht. Es ist ein bisschen zugemüllt und es sind Schilder aufgestellt, die aus dem Weg einen Lehrpfad zur Moken-Kultur machen.

Die Moken haben zwar verkaufen Souvenirs. Ich finde ein Armband am Strand und muss daher keins kaufen. Als Markt dient die Straße zwischen der ersten und zweiten Häuserreihe. (Eine Reihe besteht aus bis zu 31 Häusern, wobei in viele in der ersten Reihe zur Seeseite hin sichtlich zerfallen sind.)

Der Sand ist unfassbar heiß und ich muss mich alle paar Häuser in den Schatten retten. Später fällt mir auf, dass ich meine Füße auch einfach kurz unter den Sand schieben kann.
Im Dorf gibt es viele Katzen. Man soll sie nicht streicheln, warnen die Guides, da sie nicht geimpft seien. Man wollte ja nicht seinen Urlaub mit Notfall-Impfung (gemeint ist wohl die passive Tollwut-Impfung) im Krankenhaus verbringen.
Auf dem Weg zum Aussichtspunkt gibt es zudem Haushühner. Beide Tiere sprechen dafür, dass vom Nomadentum nicht viel übrig ist. Digitales Nomadentum könnte hingegen gehen – das TRUE-H-Netz ist hier recht brauchbar.
Besuch der Nördlichen Surin-Insel (Ko Surin Nuea)
Es gibt Essen. Dazu bekommen wir einen Plasikteller. Coca-Cola und Wasser gibt es ebenfalls dazu. SeaStar Andaman scheint eine Kooperation mit Coca-Cola zu haben, denn das Logo ist auf deren Shirts und den Schwimmwesten. Nur eine trägt immer noch das Pepsi-Logo.
Auf der Speisekarte stehen Spagetti, Reis, Hühnerbolognese, Tomatensoße (vegetarisch), süßsaures Gemüse mit diesen komischen roten Seafood-Stick sowie eine Hühnersuppe. Als Nachtisch gibt es, wie üblich, Wassermelone und Ananas.
Da jetzt noch gut 40 Minuten übrig sind, kann ich mich auf der Insel umsehen. Nachdem ich das eine halbe Stunde gemacht habe, fällt mir auf, dass ich mit komplett falschen Einstellungen fotografiert habe, und daher besuche ich die Punkte nochmal im Schnelldurchlauf mit den richtigen Einstellungen:

Auf OSM ist ein Weg eingezeichnet, aber ich komme an der Stelle auf dem obigen Bild nicht weiter, trotz Niedrigwasser.

Zurück zum Schnellboot fahren auf unserem Boot zwei Leute mit andersfarbigen Armbändern (wir sind rot, die haben Regenbogen). Sie haben hier übernachtet. Das hatte ich auch ursprünglich geplant, war mir aber mit dem Wetter nicht sicher (zu Unrecht). Im Zeit zu übernachten kostet geringfügig mehr als zweimal den Tagesausflug zu machen.
Der Mann ist offenbar Deutscher und die Frau vermutlich seine thailändische (deutlich jüngere) Freundin. Ich frage, wie es war: „Beschissen“, sagt er. Er hat im Zelt übernachtet und fühlt sich vom ANbieter verarscht, was dessen Ausstattung und Größe angeht. Außerdem war es im Schlafsack sehr warm (unerwartet!). Die Natur sei aber unfassbar gewesen, da wo sie waren. Ist sage, dass ich keinen Weg vom hiesigen Strand (mit dem Restaurant) weg gefunden habe. Er meint, sie seien mit dem Langschwanzboot abgeholt und zu ihrem Strand gebracht worden. Das erklärt's.
Ao Bon
Als nächstes geht es wieder zum Schnorcheln. Besonderheit hier sollen Seenadeln sein: „Kopf wie ein Seepferdchen, aber gerader Körper wie ein Bleistift“, beschreibt der Guide das Tier. Ich finde keine.

Ich finde einen Schwarm Papageifische, die eine Koralle bearbeiten. Als sie mich sehen, schwimmen sie weiter.



Auch hier gibt es wieder Falsche Clownfische.


Ao Sup Pa Rod
Das ist unser letzter Schnorchelspot. Mit Glück soll man SChildkröten und mit viel Glück eine Muräne finden können. Ich finde keins davon. Bei letzteren ist das vielleicht auch besser so.

Es geht zurück zum Anlager. Unterwegs drehen wir einmal kurz um, weil es zunächst so scheint, als sei bei einem der anderen Boote (ich glaube SeaStar hatte heute 5 Boote mit um die 30 Leuten, wobei es weitere Anbieter gibt) der Antrieb ausgefallen. Als wir gerade ankommen, scheint es aber doch wieder zu gehen.
Auf unserem Boot waren übrigens viele Deutsche. Die offizielle deutsche Gruppe mit dem weißen Armband ist kleiner, da sie extra kostete und vermutlich auch vielen, mich eingeschlossen, nicht bekannt war. Aber ich hätte dafür auch nicht extra gezahlt.
Wir erreichen den Anleger im Prinzip wie zu Anfang erwähnt um 17:30, sind aber das letzte Boot und müssen zwischen zwei anderen anlegen, was es etwas kompliziert macht. Dass es jetzt Abendessen gibt, steht zwar nirgendwo, aber dennoch gibt es folgendes: Seafood-Salat, Hühnchen, Bratnudeln, Hähnchenspieße, Mango, Brownie. Wie beim Frühstück gibt es Eistee (ist sehr beliebt in Thailand), Thai-Milchtee (ebenfalls), Eiskaffee und ein rotes Gesöff. Wie beim Frühstück ist der Eistee bald schon leer. Thailändischer Frühstücks-Eistee schmeckt wie deutscher Krümeleistee Zitrone, wenn man zu viel Krümel genommen hat.
Da wir als letztes Boot anlegen, ist das mit dem Abendessen stressig, da die Busse pünktlich um 18 los wollen. Wie auf der Hinfahrt fährrt der Fahrer sehr... nennen wir es „zügig“. Mir wird ein bisschen übel, während ich das Boot gut überstanden habe.
Ankunft im Hotel gegen 21 Uhr. Langer Tag. Dennoch treffe ich noch die Gruppe. Eines der drei Pärchen war zum Tauchen auf Similan, war aber an zwei Stellen um Ko Similan 7 und daher zwei Stunden früher zurück als ich. Drei andere waren Reiten am Strand.
Südostasien III Tag 15: Ko Maiton, Ko Khai Nok, Ko Khai Nui/Nai – Insel-Check
Gibt es noch schönere Inseln bei Phuket als die, die ich 2024 gesehen habe? Ich finde es heraus. Heute, morgen und übermorgen.
Aus zeitlichen Gründen fehlen die Schnorchelbilder. Die trage ich noch nach.
Das Sugar Marina Art ist seltsam:
- Es befindet sich eine Badewanne im Flur des Zimmers. Sie ist überhaupt nicht abgetrennt und man kann sie vom Bett aus sehen.
- Es gibt eine Dusche, aber der Duschkopf kann nur so fixiert werden, dass man über die Trennwand spritzt, wenn man nicht komplett im Strahl steht.
- Das Bad ist in einem durchsichtigen Glaskasten. Leute ab knapp 1,80 können einfach hineingucken, da das Milchglas nur bis etwa 1,70 Höhe geht. Thailänder vergessen allgemein gerne, dass es Menschen gibt, die größer als sie sind (und das sind recht viele).
- Es gibt im Treppenhaus ein Bällebad.
(Dramaturgische Pause.)
Davor steht ein Schild, das darauf hinweist, dass man das dort nicht springen oder Ball spielen soll, da der Boden nachgeben würde und man nach unten fallen könnte. Ich habe es probiert (Leben am Limit!) und ich lebe noch. Und ach ja, das Treppenhaus steht auch noch. - Beim Frühstück gibt es Nestle-Eistee. „Er schmeckt genau so, wie UHU-Alleskleber riecht.“, meine ich. Die anderen lachen. Eine (Jana aus dem folgenden Bild) probiert und gibt mir grundsätzlich recht, der Eistee sei aber süßer.

Heute reisen die fünf Teilnehmer ab, die den Flug mit Thai hatten. Auf dem Hinweg war das ein Direktflug, jetzt entsprechend mit Umstieg. Alle Emirates-Gäste reisen eine bis drei Nächte später als geplant ab, und dann mit CA, CZ, DE oder OZ.
Aufgrund der bei solchen Reisen üblichen „halben Doppelzimmer“ (man spart etwa 400 Euro und schläft mit einer wildfremden Person selben Geschlechts in einem Zimmer) kam MPR jetzt auf die Idee, alle Zimmerpartner neu zu vergeben, sortiert nach Abreisedatum, selbst wenn heute Nacht noch beide Teilnehmer der Zimmer da sind. Da die Unterbringung eigentlich die Aufgabe von EK ist, weil die ja nicht fliegen, und aus Sicht von EK es sich um Einzelbuchungen handelt, halte ich es für kritisch, aber so können sie immerhin in einem Hotel bleiben.
Anders als ich, denn ich ziehe um. Und ich habe einen Halbtagsausflug gebucht. Checkout ist um 12, Abholung 12:20. In der Zwischenzeit kann ich mich verabschieden. Da der Abholer aber eine halbe Stunde zu früh ist, fällt das mit der Verabschiedung ins Wasser.
Ach ja Wasser: Es geht zum Schorcheln. Der Abholer fragte an der Rezeption nach dem Gast für Ko Phi Phi, wo ich schon war, weshalb ich irritiert bin. Wir fahren aber das Programm wie gebucht mit der Ice Cream Yacht (oder Ice Cream Boat).

Warum ich dieses Programm gebucht habe, will der Guide wissen. Es sei doch eher voll hier. 20 Leute. Ich meine, dass ich viele andere Inseln schon gesehen habe. und 20 Leute sind auch nicht so viel. Er betreut außer mir noch ein Ehepaar. Der Rest der Teilnehmer sind Chinesen.
Ko Mai Thon (Ko Maiton)

Bis zu dem Strand dürfen wir nicht. Aber wir dürfen an die felsige Küste. Ich schwimme auch in einizigen duzend Metern Abstand parallel zum Strand. Ko Mai Thon ist eine Privatinsel. Es geht, zumindest hier an der Rückseite der Insel (auf der anderen Seite ist wohl ein aktuell geschlossener Strandclub), gesittet zu und wir sind eines von nur zwei Booten.
Ko Khai Nok
Auf Ko Khai Nok werden wir mit einem Langschwanzboot (mit Einhorn-Bemalung!) ausgebootet. Wir sind 1 Stunde dort.
Nok bedeutet Vogel. Der Guide kann mir nicht erklären, was der Name soll. Ich glaube aber auch, dass er das englische Wort „bird“ nicht kennt.
Offiziell soll man nur am Strand liegen können. Das mir zu langweilig und ich mache die Insel unsicher. Da sehe ich auch sofort, warum die Insel Ko Khai Nok heißt:

Der Vogel sitzt neben Hütte, die zugemüllt am Hang des Berges der Insel steht. Ich klettere an einer anderen Stelle (beim kleinen, roten buddhistischen Schrein) auf den Berg. Dort befindet sich ein alter Baum in einem Urwald.

Dann klettere ich wieder runter und schaue mich noch ein bisschen um.


Ich gehe noch kurz schnorcheln. Die Indopazifischen Sergeant sind sehr zahm. Touristen versuchen, sie mit der Hand zu fangen.
Ko Khai Nui
Letzter Stopp ist Ko Khai Nui, auch Ko Khai Nai genannt. Ko Khai Nai ist aber eher die Bezeichnung einer Insel, die wie Ko Khai Nok ohne den Berg und jegliche Vegetation aussieht. Siehe den oben verlinkten Blogpost zu Ko Phi Phi.

Auf dem Satellitenbild von Google Maps ist Ko Khai Nui mit einem blauen Gebäude bebaut. Es ist absolut gar nichts mehr davon erkennbar, aber überall im Wasser liegen blaue Stücke rum. Die Stücke scheinen aus Keramik zu sein, während das Gebäude auf Google Maps eher nach Wellblech aussieht.
Der Ausflug war ganz okay. Aber warum gab es auf dem Ice Cream Boat bitte kein Eis?
Ich ziehe um und treffe die anderen (etwa 10 der verbliebenen 20). Wir wollen zum Nachtmarkt. Sie wollen zum Nachtmarkt am Strand. Der ist aber einfach nicht da.
Also gehen wir zum Nachtmarkt beim Tempel. Der ist da, aber wir finden nichts außer Mochi (Reiskuchen). Also gehen wir gemeinsam zum Bouletten-Monarchen.
Danach gehen Jana und ich ins Bällebad. Das erste Bild in diesem Post ist somit das neueste. Gerüchte besagen, dass das Bällebad nicht dazu da ist, um genutzt zu werden. Aber wir konnten dazu nichts finden.

geschrieben von Janni