Südostasien III Tag 5: Mae Klong Railway Market, Damnoen Saduak (Langschwanzbootfahrt, Schwimmender Markt), Wat Khanon Nang Yai Museum, Fluss Kwae – Markttag

Platz ist wertvoll. In Thailand hält man Märkte daher auf Eisenbahnschienen und auf dem Wasser ab. Und Hotels baut man auch gleich auf den Fluss Kwae.

geschrieben von Janni Dienstag, 3. März 2026 um 16:40 Uhr

Mae Klong Railway Market

Um 6:50 geht’s los – erster Halt ist nach rund einer Stunde Fahrt ist der Mae Klong Railway Market. Man hat ihn, oder ähnliche Märkte, bestimmt schon mal im Fernsehen gesehen. Es ist sehr voll, sodass ich einige Zeit brauche, bis ich ein Foto machen kann, auf dem man die Situation sieht. Außerdem darf man nicht überall fotografieren, zum Beispiel hier:

Mae Klong Railway Market
Mae Klong Railway Market

Mae Klong hat auch einen Bahnhof. Da es sich um einen Kopfbahnhof handelt, dreht der Zug hier um. Ankunft ist planmäßig um 8:30, RÜckfahrt um 9:00. Der Zug ist exakt pünktlich. Vielleicht sollte die Deutsche Bahn auch mal Märkte um ihre Bahnschienen bauen?

Ein Zug fährt durch den Mae Klong Railway Market
Ein Zug fährt durch den Mae Klong Railway Market

Die Stände sind so gebaut, dass man sie einklappen kann. Der Bereich, der freizuhalten ist, ist mit einer roten Linie markiert. Der Zug fährt allerdings sehr langsam.

Passt genau: Zug fährt über den Mae Klong Railway Market
Passt genau: Zug fährt über den Mae Klong Railway Market
Kaum hat der Zug den Mae Klong Railway Market durchquert, werden die Stände wieder aufgeklappt
Kaum hat der Zug den Mae Klong Railway Market durchquert, werden die Stände wieder aufgeklappt
Bahnhof von Mae Klong
Bahnhof von Mae Klong

Und dann um 9:00 Uhr das ganze nochmal.

Ein Zug fährt durch den Mae Klong Railway Market
Ein Zug fährt durch den Mae Klong Railway Market

Fahrt mit dem Langschwanzboot durch Damnoen Saduak

Damnoen Saduak ist bekannt für seinen schwimmenden Markt. Wir fahren stilecht mit dem Langschwanzboot durch die Kanäle der Stadt dorthin, obwohl er auch eine Straßenanbindung hat.

Mit dem Langschwanzboot durch die Kanäle von Damnoen Saduak
Mit dem Langschwanzboot durch die Kanäle von Damnoen Saduak
„Stadtgrenze – langsam fahren“ ist für den Fahrer das Zeichen, mal so richtig Gas zu geben
„Stadtgrenze – langsam fahren“ ist für den Fahrer das Zeichen, mal so richtig Gas zu geben

Damnoen Saduak Floating Market

Unsere Fahrt endet direkt am Yuwanda-Anleger des Swimmenden Marktes. Unser Guide Jet (Thai für „Sieben“) ist nicht mitgefahren, aber schon da. „Bist du mit dem Jet Ski gekommen?“ frage ich?

(Dramathurgische Pause.)

Wir haben 2 Stunden Zeit für den Schwimmenden Markt – und den 7-Eleven (Supermarkt) direkt daneben, um uns für die zwei Nächte im abgelegenen Flusshotel mit Snacks einzudecken.

Damnoen Saduak Floating Market
Damnoen Saduak Floating Market

Dann kann sich der Italiener von gestern nicht beschweren, wenn ich 5 Minuten zu spät bin, denke ich. „Hey, German Guy!“ ruft jemand – genau der Italiener von gestern ist auch hier! Wie klein die Welt doch ist. Unglaublich! Das ist halt absolut nicht klein hier noch so 5x so viel wie auf dem Bild oben insgesamt zu sehen ist.

Damnoen Saduak Floating Market, am Rand
Damnoen Saduak Floating Market, am Rand

Wat Khanon Nang Yai Museum

Wir halten beim Wat Khanon Nang Yai Museum. Was ist denn bitte Nang Yai? das ist traditionelles Schattentheater. Die Story ist immer dieselbe:

Der König der Dämonen entführt die Frau des Menschenkönigs. Dieser holt sich Hilfe von den Affen und kann den Dämonenkönig töten. Auch diese Geschichte gibt es in Thailand also mit Happy End.

(Dramathurgische Pause.)

Schattenbild des Königs im Wat Khanon Nang Yai Museum
Schattenbild des Königs im Wat Khanon Nang Yai Museum

Alle Bilder haben etwa die gleiche Größe (etwa 1,5 Meter hoch, 1 Meter breit) und bestehen aus Wasserbüffelhaut.

Details eines Schattenbilds eines Dämons Wat Khanon Nang Yai Museum
Details eines Schattenbilds eines Dämons Wat Khanon Nang Yai Museum

Außer Bildern gibt es nichts zu berichten, denn die QR-Codes funktionieren nicht und das einzige, was hier auf Englisch ist, ist die Aufschrift auf der Spendenbox.

Für den Einwurf von 10 Baht kann man sich eine halbe Minute oder so ansehen, wie die Figuren in einem Diorama ein Schattentheater simulieren.

Figuren in einem Diorama im Wat Khanon Nang Yai Museum simulieren ein Schattentheater
Figuren in einem Diorama im Wat Khanon Nang Yai Museum simulieren ein Schattentheater
Figuren in einem Diorama im Wat Khanon Nang Yai Museum simulieren ein Schattentheater
Figuren in einem Diorama im Wat Khanon Nang Yai Museum simulieren ein Schattentheater

Wegen der Sprachbarriere erklären wir das hier zum Highlight des Museums:

Kanonenkugelbaum im Wat Khanon Nang Yai Museum
Kanonenkugelbaum im Wat Khanon Nang Yai Museum

River Kwae (auch River Kwai)

Nach zwei Stunden erreichen wir den Anleger, von dem wir mit drei Langschwanzbooten etwa 20 Minuten zu unserer Unterkunft fahren. Dabei spritzt sehr viel Wasser.

Im Langschwanzboot auf dem River Kwae
Im Langschwanzboot auf dem River Kwae

Jet meint, das sei die einzige Unterkunft in Thailand ohne Strom. Ob es wirklich das einzige ist, kann ich nicht sagen, aber zumindest dass es keinen Strom geben soll, stimmt nur so halb: An der Rezeption gibt es Strom und WLAN. Also im Prinzip wie bei den Camps in der Serengeti. Außer dass man hier nicht warm duschen kann.

Zimmer in den River Kwae Jungle Rafts
Zimmer in den River Kwae Jungle Rafts

Die Zimmer befinden sich in verbundenen Floßen, also in einer Reihe. Es gibt zwei Teile des Hotels, wie sind in dem Teil flussabwärts.

Gang in den River Kwae Jungle Rafts
Gang in den River Kwae Jungle Rafts
River Kwae Jungle Rafts
River Kwae Jungle Rafts
River Kwae Jungle Rafts in der Blauen Stunde
River Kwae Jungle Rafts in der Blauen Stunde
River Kwae Jungle Rafts in der Blauen Stunde
River Kwae Jungle Rafts in der Blauen Stunde

Die obigen Bilder sind leider nicht perfekt, da sich auch das Restaurant, von dem aus sie entstanden sind, auf einem Floß befindet. Außerdem befinden wir uns in einem tiefen Tal, sodass es keinen Sonnenuntergang gibt und früh kein natürliches Licht mehr da ist, das man für die Blaue Stunde bräuchte.

Heute ist eine absolute Mondfinsternis. Der Mond steht zum Zeitpunkt des Kernschattens aber zu tief und geht genau in der Mitte des obigen Bildes erst auf, als es schon fast vorbei ist. Das ist eine Stunde nach dem obigen Bild.

Teilschatten einer Mondfinsternis
Teilschatten einer Mondfinsternis

Da es der Vollmond des dritten Mond-Monats ist, findet heute auch das buddhistische Fest Magha Puja statt. Dabei wird daran gedacht, dass sich 1250 Schüler des Buddha spontan versammelt haben sollen, um den Buddha predigen zu hören. Es scheint keine Einschränkungen im öffentlichen Leben gegeben zu haben.


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Südostasien III Tag 4: Benjakitti-Park Bangkok, Ayuytthaya (Sommerpalast Bang Pa-in, Wat Chai Watthanaram, Wat Yai Chai Mongkon, Wat Mahathat, Nachtmarkt) – Das gleiche Alternativprogramm

Sparen Sie jetzt mehr als die Hälfte und bekommen sie entspanntes Frühstück und geilen Sonnenstand gratis mit dazu!

geschrieben von Janni Montag, 2. März 2026 um 18:08 Uhr

ACHTUNG: Dieser Blogpost enthält Bilder davon, wie Hirtenmainas (die hier lebenden Stare) einen Artgenossen töten (denke ich zumindest). Die Bilder enthalt keine explizite Gewalt und kein Blut.


Für 99 Euro kann man bei MPR einen Ausflug nach Ayutthaya buchen, der ehemaligen Hauptstadt Thailands. Das ist, wie immer bei MPR, gnadenlos übertrieben. Ich schätze den Einkaufspreis bei der zu erwartenden Menge an Leuten auf um die 20 Euro (inkl. Eintritte). Im Internet ist man, inkl. Eintritt, so ab um die 40 dabei, für 55 Euro sogar was Deutschsprachiges! Die meisten Ausflüge können nicht bei unserem Hotel starten. Ich finde bei meiner Suche zwei, wobei die Kurzfristigkeit (ich buche kurz vor 17 Uhr) die Auswahl offenbar ebenfalls schmälert. Da ich das Frühstück im Hotel sehr gut fand, möchte ich ungern darauf verzichten und hätte gerne etwas Späteres als das, was ich zunächst auf Viator finde. Es wird daher eine Abendausgabe, die ich bei Get Your Guide gebucht habe. Der Veranstalter möchte wissen, ob es okay ist, wenn auch chinesische Gäste dabei sind. Ich frage bei dem Anlass nochmal nach dem Programm, da ich mir nicht vorstellen kann, dass das passt, wie es angegeben ist: 11:30 los, 8 Stunden Programm, über eine Stunde Fahrt und Sonnenuntergang gegen 18:30 – irgendwas passt doch da nicht. Ich bekomme das genaue Programm zugeschickt. Stimmt. Egal, ich will ausschlafen und frühstücken, also mache ich das trotzdem. 49 Euro, inkl. Eintritte.


Nach dem Frühstück gehe ich nochmal in den Benjakitti-Park – schon mal alles mitnehmen und eine lange Hose für den Palast anziehen, dann bin ich gleich bereit zur Abfahrt. Hotel raus, links, wenige Minuten zu Fuß. Ich beobachte Vögel, die aussehen wie Mainas, aber fast ganz schwarz sind und einen Kamm haben (auch Hirtenmainas können ihren Schopf aufstellen, sehen wir gleich). Es handelt sich tatsächlich um Mainas:

Leider laufe ich in eine schlecht sichtbare Matschpfütze im Rasen und bin dann ziemlich dreckig. Also muss ich doch nochmal ins Hotel.

Gelbschnabelmaina im Benjakitti-Park in Bangkok
Gelbschnabelmaina im Benjakitti-Park in Bangkok

Als ich gerade den Gehweg entlang laufe, betrachte ich auf der anderen Seite der niedrigen Hecke eine Auseinandersetzung von Hirtenmainas. Zwei Vögel scheinen auf dritten sauer zu sein. Dieser stürzt sich durch die Hecke auf den Gehweg direkt vor mich und bleibt sitzen. Die anderen Mainas kommen aber nach und jagen ihn auf die andere Seite der Straße. Er scheint nicht mehr richtig fliegen zu können.

Hirtenmainas im Benjakitti-Park in Bangkok hassen auf einen Artgenossen
Hirtenmainas im Benjakitti-Park in Bangkok hassen auf einen Artgenossen
Hirtenmainas im Benjakitti-Park in Bangkok hassen auf einen Artgenossen
Hirtenmainas im Benjakitti-Park in Bangkok hassen auf einen Artgenossen

Ich komme näher. Die beiden Angreifer verschwinden. Der Angegriffene liegt ähnlich wie auf dem ersten Bild, nur um 180° gedreht (Bauch aber oben). Sein linker Fuß zuckt, sonst ist er bewegungslos. Die Augen sind geöffnet. Ist der jetzt tot? Ich bin mir nicht sicher. Jemand anders im Baum über mir hingegen schon:

Dickschnabelkrähe (Dschungelkrähe) im Benjakitti-Park in Bangkok
Dickschnabelkrähe (Dschungelkrähe) im Benjakitti-Park in Bangkok

Ich schaue mich noch ein bisschen um.

Weibliche Dajalschama (ein Fliegenschnäpper) mit gefangenem Insekt im Benjakitti-Park in Bangkok
Weibliche Dajalschama (ein Fliegenschnäpper) mit gefangenem Insekt im Benjakitti-Park in Bangkok

Wenn ich mich jetzt noch umziehen will, muss ich aber so langsam zurück. Der Maina liegt nicht mehr da, aber es sind auch jede Menge Mitarbeiter des Parks in der Umgebung. Ich könnte mir vorstellen, dass ihn jemand entsorgt hat. Für mehr Frieden in der Tierwelt poste ich jetzt die Taube, die direkt vor mir auf dem Zaun am Ausgang sitzt, als ich den Park verlassen will:

Stadttaube am Benjakitti Dog Park in Bangkok
Stadttaube am Benjakitti Dog Park in Bangkok

Die Abholung für den Ausflug ist eine Viertelstunde zu spät – 12:05 statt 11:50. Egal, Hauptsache er findet statt. Es Wir müssen noch zwei weitere Orte anfahren. Unser erstes Ziel erreichen wir gegen 14 Uhr.

Männliche Dajalschama beim Sommerpalast von Bang Pa-in
Männliche Dajalschama beim Sommerpalast von Bang Pa-in

Der Sommerpalast in Bang Pa-in wurde von König Prasat Thong 1632 errichtet. 1766/1767 wurde er von einfallenden Burmesen zerstört – wie eigentlich alles, was wir heute besuchen. Die Ruinen lagen dann 80 Jahre brach, bis Rama IV. einiger Gebäude errichten ließ. Die heutigen Gebäude stammen von Rama V.

Wer gestern gut aufgepasst hat, kann es erraten: Es ist nahezu alles im europäischen Stil gehalten. Ein neoklassizistisches Gebäude hier, ein norddeutscher Leuchtturm da.

Weg beim Sommerpalast von Bang Pa-in
Weg beim Sommerpalast von Bang Pa-in
Schildkröte im See des Sommerpalasts von Bang Pa-in
Schildkröte im See des Sommerpalasts von Bang Pa-in
Phra Thinang Warophat Piman, eine Halle für Staatsempfänge, neoklassizistischer Stil
Phra Thinang Warophat Piman, eine Halle für Staatsempfänge, neoklassizistischer Stil

Neben einem Schrein im traditonellen Maiskolben-Stil der Khmer (der heißt echt so) gibt es noch ein weiteres Gebäude, das im thailändischen Stil errichtet wurde:

Phra Thinang Aisawan Thappayat
Phra Thinang Aisawan Thappayat

Diese wurde von Rama V. zum Andenken an seine Lieblingsfrau errichtet. Sie starb als einziges Opfer, als die königliche Schute (Royal Barge) kenterte. Da das Berühren der Frauen des Königs mit Todesstrafe belegt war, ließen die Retter die schwangere Frau folgerichtig ertrinken.

(Dramathurgische Pause)

Darum, liebe Herrscher, bei Gesetzen immer genau nachdenken. Mich erinnert das an einen Strand auf La Palma, wo ein Rettungsring in einem (nicht umzäunten) Gebiet hängt, vor dem ein „Betreten verboten“-Schild steht, und ich damals auf dem Blog schrieb, dass Deutsche sich natürlich daran halten und Schwimmer ertrinken lassen würden. Ordnung muss sein.

Sein Nachfolger ließ eine lebensgroße Statue von Rama V. aufstellen.

Phra Thinang Uthayan Phumisathian im Sommerpalast von Bang Pa-in, im viktorianischen Stil (auch als Schweizer Chalet bezeichnet)
Phra Thinang Uthayan Phumisathian im Sommerpalast von Bang Pa-in, im viktorianischen Stil (auch als Schweizer Chalet bezeichnet)

Ich hätte gerne ein besseres Bild davon gemacht, aber die Rasensprenger sind an.

Buchsbaum-Skulptur im Sommerpalast von Bang Pa-in: ein Hase und Affe
Buchsbaum-Skulptur im Sommerpalast von Bang Pa-in: ein Hase und Affe

Das soll zumindest es laut Guide zumindest sein. Der Hase ist offenbar an ein Franchise angelehnt, das mir gerade nicht einfällt, während der „Affe“ mich eher an einen Quaggan aus Guild Wars 2 erinnert.

Spitze des Hor Withun Thatsana
Spitze des Hor Withun Thatsana

Der untere Teil ist in Gerüste eingekleidet. Durch die Korkaden passt er nicht zu einem Leuchtturm.

Jetzt kommen wir zum letzten Gebäude auf unserem Rundgang.

Phra Thinang Wehat Chamrun im Sommerpalast von Bang Pa-in
Phra Thinang Wehat Chamrun im Sommerpalast von Bang Pa-in
Phra Thinang Wehat Chamrun im Sommerpalast von Bang Pa-in, Detail
Phra Thinang Wehat Chamrun im Sommerpalast von Bang Pa-in, Detail

Das Gebäude wurde von chinesischen Kaufleuten aus dem nahen Ayatthuya für Rama V. errichtet. Das Material ließen sie aus China importieren.

Brücke beim Sommerpalast von Bang Pa-in
Brücke beim Sommerpalast von Bang Pa-in

Wat Chai Watthanaram

Auch Wat Chai Watthanaram wurde von König Prasat Thong errichtet, allerdings schon 1630 als sein erster Tempel. Den Ort wählte er, weil seine Mutter hierher kam.

Frontalansicht Wat Chai Watthanaram in Ayutthaya
Frontalansicht Wat Chai Watthanaram in Ayutthaya

Wie man sieht, steht die Sonne gerade sehr praktisch.

Haupt-Prang des Wat Chai Watthanaram in Ayutthaya
Haupt-Prang des Wat Chai Watthanaram in Ayutthaya

Wie bereits der Sommerpalast wurde auch Wat Chai Watthanaram von den Burmesen zerstört. Sie haben den zahlreichen Buddha-Statuen die Köpfe und Arme abgeschlagen.

Zerstörte Buddha-Statuen in Wat Chai Watthanaram in Ayutthaya
Zerstörte Buddha-Statuen in Wat Chai Watthanaram in Ayutthaya
Wat Chai Watthanaram in Ayutthaya
Wat Chai Watthanaram in Ayutthaya

Auf dem Weg zum nächsten Tempel bekommen wir Roti Sai Mai, im Prinzip ein sehr dünnes Fladenbrot mit Zuckerwatte ist. Die Ausführung, die wir direkt vom Strand and er Straße bekommen, würde ich als normalen Crêpe mit einer ziemlich knusprigen Füllung aus Kadaífi (Engelshaar) beschreiben.

Wat Yai Chai Mongkon (auch Wat Yai Chai Mongkhon)

Wat Yai Chai Mongkon sieht auf den ersten Blick kaum anders aus als der vorherige Tempel. In der Mitte ist aber kein Prang sondern ein Chedi, der höchste des Ortes. Außerdem ist das hier einigermaßen intakt, obwohl der Tempel bereits 1357 erbaut wurde. Er wurde nämlich wieder aufgebaut. Er gehört allerdings nicht um Welterbe der Unesco, die den Wiederaufbau verbietet.

Wat Yai Chai Mongkon in Ayutthaya
Wat Yai Chai Mongkon in Ayutthaya
Buddhas in Wat Yai Chai Mongkon in Ayutthaya
Buddhas in Wat Yai Chai Mongkon in Ayutthaya

Der Chedi kann bestiegen und oben betreten werden.

Raum an der Spitze des Chedi von Wat Yai Chai Mongkon in Ayutthaya
Raum an der Spitze des Chedi von Wat Yai Chai Mongkon in Ayutthaya
Blick vom Chedi von Wat Yai Chai Mongkon in Ayutthaya
Blick vom Chedi von Wat Yai Chai Mongkon in Ayutthaya

Außerdem soll es hier einen liegenden Buddha geben. Ich finde ihn aber zunächst nicht, zumal der Guide nicht mit reingekommen ist. Auf dem Weg nach draußen sehe ich einen liegenden Buddha, der auf der deutschen Wikipedia ist viel größer (die englische Wikipedia erwähnt keinen).

Kleiner liegender Buddha von Wat Yai Chai Mongkon in Ayutthaya
Kleiner liegender Buddha von Wat Yai Chai Mongkon in Ayutthaya

Wat Mahathat

Wat Mahathat in Ayutthaya ist das Herzstück der Unesco-Welterbe-Städte. Dementsprechend liegt auch dieses Gebäude in Ruinen. Einer der Buddha-Köpfe, den die Burmesen abgeschlagen haben, ist von den Wurzeln eines Bodhi-Baums eingeschlossen worden. Ein Zeichen, da Buddha unter einem Bodhi-Baum die Erleuchtung erhalten haben soll.

Buddha-Kopf zwischen den Wurzeln eines Bodhi-Baums in Wat Mahathat in Ayutthaya
Buddha-Kopf zwischen den Wurzeln eines Bodhi-Baums in Wat Mahathat in Ayutthaya

Der Bau wirde 1374 begonnen, die meisten heute sichtbaren Gebäude sind aber zeitlich näher an dem Burmesen-Angriff einzuordnen.

Viele Prangs stehen schief, so auch die von Wat Mahathat in Ayutthaya
Viele Prangs stehen schief, so auch die von Wat Mahathat in Ayutthaya
Reste des zentralen Prangs von Wat Mahathat in Ayutthaya, mit Buddha-Statue davor
Reste des zentralen Prangs von Wat Mahathat in Ayutthaya, mit Buddha-Statue davor
Zwischen den Ruinen von Wat Mahathat in Ayutthaya
Zwischen den Ruinen von Wat Mahathat in Ayutthaya

Nach dem Besuch des Tempels können wir noch den Nachtmarkt von Ayutthaya besuchen. Es gibt dort viel zu essen, aber auch Klamotten. Preise sind okay. Ich esse einen kleinen Wrap mit Rinderkebab für 50 Baht.

Nachtmarkt von Ayutthaya
Nachtmarkt von Ayutthaya

Bei unserer Abfahrt ist es noch recht hell (siehe obiges Bild). Bilder wie bei der Beschreibung auf Get Your Guide wären, bei ansonsten gleichem Programm, frühestens eine Viertelstunde später möglich, also allenfalls um die Wintersonnenwende herum. Der Nachtmarkt ist direkt gegenüber vom Parkplatz des Tempels und man wird vermutlich gegen 18:30 aus dem Tempel rausgeschmissen, wobei man den Tempel auch von außerhalb des kostenpflichtigen Bereichs fotografieren kann, der zumindest von Westen frei zugänglich scheint (man parkt aber im Südosten). Die Öffnungszeiten in Google Maps sind mal Öffnungszeiten (so wie hier) und mal die letzten Einlasse (wie beim Tempel davor).

Der Sonnenstand auf dieser Tour war absolut perfekt.


Nach Rückkehr zum Hotel gegen 20:25 treffe ich die anderen (zufällig) auf dem nahen Nachtmarkt. Danach spielen wir Werwölfe. Die Gruppe (9 Leute) schafft es, dass in einer Nacht vier Dorfbewohner sterben (die Werwölfe töten die verliebte Hexe, die tötet den Jäger und der Jäger tötet einen normalen Dorfbewohner) – das ist eine Leistung. In der folgenden Runde gewinnen die Dorfbewohner recht schnell.


Ich konnte bisher nicht klären, was genau die Gruppe gemacht hat. Den ersten Tempel und letzten Tempel haben sie auch gemacht, aber sie haben nicht den zweiten Tempel und den Sommerpalast besucht, waren dafür aber in einem anderen Tempel, sagen sie. Mich würde auch interessieren, bei wem es voller war. Ich fand meine Tour auf jeden Fall richtig gut.


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Südostasien III Tag 3: Bangkok (Flussrundfahrt, Großer Palast, Wat Kho, Wat Arun, Chinatown) – Tempelland

Erst gibt es einen Palast, dann einen Tempel und dann noch einen Tempel. Und zum Schluss Kohl und Kondome.

geschrieben von Janni Sonntag, 1. März 2026 um 20:12 Uhr

Flussrundfahrt

Wir schon beim letzten Mal durch eine südostasiatische Hauptstadt sind wir auch heute mit den ÖFfis unterwegs. Mit dem BTS Skytrain fahren wir nach Saphan Taksin. Das ist ein Umsteigepunkt zwischen dem Skytrain und den Booten auf dem Chao Phraya. Ähnlich wie in Hamburg existiert hier eine Fährlinie (City Line), die Teil des Nahverkehrs ist. Man erkennt die Boote am Fehlen eines Sonnendecks, das alle Touri-Boote habe und das auch gut genutzt wird.

Wir sind zwar auch Touris, aber wir fahren nicht mit einem riesigen Touriboot (wo hunderte Leute draufpassen und drauf sind) sondern mit dem hier:

Boot für eine Flussrundfahrt auf dem Chao Phraya in Bangkok
Boot für eine Flussrundfahrt auf dem Chao Phraya in Bangkok
Chee Chin Khor Moral Up-lifting for Benefiction Foundation am Chao Phraya in Bangkok
Wat Rakhang Khositaram Woramahaviharn am Chao Phraya in Bangkok
Wat Rakhang Khositaram Woramahaviharn am Chao Phraya in Bangkok

Beim Wat Suwannaram (Wat heißt Tempel) an einem Nebenfluss Khlong Bangkok Noi dürfen wir die Welse füttern. Sie wissen nämlich offenbar, dass es hier Brot gibt – und dass sie hier nicht gefangen werden dürfen.

Welse Füttern beim Wat Suwannaram am Khlong Bangkok Noi
Welse Füttern beim Wat Suwannaram am Khlong Bangkok Noi

Gerade als Guide Jet sagt, dass es zu warm für Warane ist, sehen wir gleich mehrere am Ufer liegen.

Waran am Khlong Bangkok Noi
Der Waran liegt jetzt hier.

Früher gab es mehr Kanäle (Khlong) in Bangkok. Die wurden dann aber oft zugeschüttet, um Straßen zu bauen.

An der Mündung des Chak Phra drehen wir um und fahren zurück. Wobei, nicht ganz zurück:

Großer Palast

Der Große Palast von Bangkok (er hat keinen anderen gebräuchlichen Namen) wurde 1782 gebaut, gleichzeitig mit der Stadtgründung durch Rama I. Der Komplex ist 218.000 m² groß.

Wat Phra Kaeo

Hauptattraktion ist der Ensemble Wat Phra Kaeo. Hier befinden sich königliche Pantheon zu Ehren der vorherigen neun Könige (Rama I. bis IX.), ein Turm mit der Asche von Buddha und ein Tempel des Smaragd-Buddha (auf Deutsch auch als Jade-Buddha bezeichnet).

Dämonen in Wat Phra Kaeo im Großen Palast von Bangkok
Dämonen in Wat Phra Kaeo im Großen Palast von Bangkok
Wat Phra Kaeo im Großen Palast von Bangkok, links (das große Gebäude) der Tempel des Smaragd-Buddha
Wat Phra Kaeo im Großen Palast von Bangkok, links (das große Gebäude) der Tempel des Smaragd-Buddha
Viharn Yod (links) und Ergänzungsbibliothek (rechts) in Wat Phra Kaeo im Großen Palast von Bangkok
Viharn Yod (links) und Ergänzungsbibliothek (rechts) in Wat Phra Kaeo im Großen Palast von Bangkok
Königliches Pantheon in Wat Phra Kaeo im Großen Palast von Bangkok
Königliches Pantheon in Wat Phra Kaeo im Großen Palast von Bangkok
Die Bibliothek in Wat Phra Kaeo im Großen Palast von Bangkok
Die Bibliothek in Wat Phra Kaeo im Großen Palast von Bangkok

Links das Goldene ist der Turm mit der Buddha-Asche.

Im Tempel des Smaragd-Buddha darf man nicht fotografieren. Man darf aber ausdrücklich von draußen hinein fotografieren.

Smaragd-Buddha (Jade-Buddha) in Wat Phra Kaeo im Großen Palast von Bangkok
Smaragd-Buddha (Jade-Buddha) in Wat Phra Kaeo im Großen Palast von Bangkok

Der Buddha wird abhängig von der Jahreszeit eingekleidet. Heute ist es zwar 35°, aber es ist Winter. Da ist er komplett angezogen. Thailand hat nur 3 Jahreszeiten, es gibt also auch nur drei Kleider für Buddha.

Rest des Großen Palastes

Die Königsmutter ist im Oktober gestorben. Sie wird dann ein Jahr lang im Phra Thinang Dusit Maha Prasat aufgebahrt, damit Thailänder aus dem ganzen Land kommen können (schwarz gekleidet), um ihr die letzte Ehre zu erweisen.

Chakri Maha Prasat (links) mit Trauernden, die zum Phra Thinang Dusit Maha Prasat gehen (rechts), im Großen Palast von Bangkok
Chakri Maha Prasat (links) mit Trauernden, die zum Phra Thinang Dusit Maha Prasat gehen (rechts), im Großen Palast von Bangkok

Der Chakri Maha Prasat wurde vor ca. 140 Jahren von Rama V. erbaut. Er war als erster König in Europa und hat auf deiner Rundreise viele Länder gesehen. Er hat einen englischen Architekten beauftragt, ihm einen Palast zu bauen. Vorbild war der Buckinham Palace, wobei letztlich auch noch ein typisch thailändisches Dach drauf gesetzt wurde.

Das Gebäude ist somit kein Kolonialbau – Thailand war auch nie Kolonie, was der heutige Name ausdrückt – das freie Land.

Wat Pho (Wat Photharam)

Wat Pho, ein eigentlich veralteter Name, ist bekannt für den liegenden Buddha.

Liegender Buddha von Wat Pho in Bangkook
Liegender Buddha von Wat Pho in Bangkook
Fußsohlen des Liegenden Buddha von Wat Pho in Bangkok
Fußsohlen des Liegenden Buddha von Wat Pho in Bangkok

Die Fußsohlen des Buddha zeigen jeweils 108 Perlmutt-Bilder, in der Mitte das Chakkra, drum herum verschiedene weitere Darstellungen, die nicht mehr so ganz sicher gedeutet werden können.

Details der Perlmutt-Bilder auf den Sohlen des Liegenden Buddha von Wat Pho in Bangkok
Details der Perlmutt-Bilder auf den Sohlen des Liegenden Buddha von Wat Pho in Bangkok

Die Anlage selbst ist deutlich größer als nur der Tempel mit dem Liegenden Buddha. Wir bekommen dazu keine Erklärung, daher hier beispielhaft ein Bild:

Auf der Anlage von Wat Pho in Bangkok
Auf der Anlage von Wat Pho in Bangkok

Links die kleinen Hauben nennt man Chedi Rai. 71 Stück gibt es. Man kann sich darin bestatten lassen (Feuerbestattung, wie immer im Buddhismus). Das Gebäude hinten rechts enthält eine Galerie mit zig Buddhas, alle etwa ein Meter hoch.

Ein Innenhof in Wat Pho in Bangkok
Ein Innenhof in Wat Pho in Bangkok
Statue in Wat Pho in Bangkok
Statue in Wat Pho in Bangkok

Wir fahren mit der MRT Blue Line (mit der ich gestern auch schon gefahren bin) nach Samyan Mitrtown und dann noch ein winziges Stück mit dem Bus zum MBK Center, einem riesigen Einkaufszentrum. Wir gehen von dort zum Siam Center, einem anderen großen Einkaufszentrum, um dort etwas zu essen. Es ist recht schwer, etwas Thailändisches zu finden. Das meiste scheint Koreanisch zu sein.

Wat Arun

Nach dem Mittagessen fahre ich allein wieder zum Saphan Taksin. Von dort fahre ich mit der Fähre zum Tempel der Morgenröte.

Wat Arun (Tempel der Morgenröte) in Bangkok
Wat Arun (Tempel der Morgenröte) in Bangkok

Die Anlage ist wieder sehr weitläufig. Man bekommt am Eingang einen Stempel auf den Handrücken, da man zum Teil über öffentliche Straßen zu laufen scheint.

Ordinationshalle von Wat Arun in Bangkok
Ordinationshalle von Wat Arun in Bangkok

Ich hatte gehofft, man könnte da höher drauf. Aber man kann nur den Rundgang im ersten „Stock“ machen und nicht weiter hoch (sie folgendes Bild).

Spitze von Wat Arun in Bangkok
Spitze von Wat Arun in Bangkok

Ich habe gehört, es soll hier irgendwo Darstellungen von Buddha geben, wie er mit einem Schwert auf einem Pferd sitzt. Ich konnte keine finden.

Buddha auf einem Einhorn im Wat Arun in Bangkok
Buddha auf einem Einhorn im Wat Arun in Bangkok

Eigentlich hatte ich gehofft, von hier einen besseren Blick auf die Stadt zu haben, aber dafür hätte man höher kommen können. Daher jetzt noch drei Bilder von vor dem Tempel.

Krokodil mit Kravatte in Wat Arun in Bangkok
Krokodil mit Kravatte in Wat Arun in Bangkok

Und da heute mal wieder Gegenteiltag ist, gibt es jetzt den Tempel der Morgenröte – im Abendrot.

Wat Arun im Abendrot
Wat Arun im Abendrot

Und auf die Skyline von Bangkok gucken kann man von hier auch. Wenn auch nicht wirklich gut.

Skyline von Bangkok, gesehen von der Einfriedung von Wat Arun aus
Skyline von Bangkok, gesehen von der Einfriedung von Wat Arun aus

Während die Kamera das obige Bild noch fertigstellt, werde ich rausgeworfen. Es ist 19 Uhr. Die Fähre kommt auch gerade. Ich fahre nach Chinatown, weil die Gruppe da hin wollte, aber sie wohl eine Stunde später als zunächst gedacht und von mir angenommen.

Chinatown in Bangkok
Chinatown in Bangkok

Ich finde aber nichts zum Essen und fahre zurück zum Hotel. Wobei, ich steige im Lumphini-Park aus und laufe von dort zum Hotel. Unterwegs gibt es aber nichts zu sehen. Dann besuche ich das Restaurant, das ich gestern schon erwähnt habe. Es begrüßen mich zwei Figuren aus Kondomen.

Cabbages & Condoms in Bangkok
Cabbages & Condoms in Bangkok

Drin sind weitere Kondomfiguren, z.B. Santa Condom (Weihnachtsmann). An sich ist das ein normales (aber recht teures) gut bewertetes Restaurant. Es soll wohl dazu dienen, dass Leute von der Prostitution weg kommen und lieber hier arbeiten. Es sind aber auch viele Männer hier angestellt.

Es gibt auch einen Souvenirladen und das bereits gestern erwähnte Coffee & Condoms. Deren Motto ist „Unsere Getränke und Gebäck machen dich garantiert nicht schwanger“. Beim Bezahlen wird ein Korb auf den Tisch gestellt. Darin: Kondome. Sie ziehen es hier wirklich durch. Und selbst die Lampen ähneln einem Kondom.


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Südostasien III Abend 2: Bangkok – Night One in Bangkok

Murray Head hatte eine Nacht in Bangkok. Wir haben drei. Hier kommt die erste.

geschrieben von Janni Sonnabend, 28. Februar 2026 um 17:47 Uhr

Ich bin mal wieder mit der Young Line unterwegs. Diesmal geht es um die Reise Auf der Bambusroute nach Phuket. Erstmals kann man bei MPR offiziell die Reise ohne Flug buchen. Das habe ich gemacht.

Meine Flüge habe ich mit Finnair gebucht, weil ich einen langen Flug haben wollte, um zu schlafen. Offiziell geht nämlich nur Emirates (eventuell noch Thai?) und bei Emirates mit zwei Mittelstreckenflügen kann ich nicht schlafen.

Der Flughafen Vantaa hat zwar kaum mehr Passagiere (knapp 17 Mio.) als der Flughafen in Hamburg (knapp 15 Mio.), ist aber um ein Vielfaches größer. Während man sich in Hamburg nicht verlaufen kann, da alle Gates in einer geraden Linie liegen, kann man sich in Finnland gut verlaufen. Dafür sind die Wartebereiche großzügiger.

Es gibt einen Bereich, der mit einer 1,5 Meter hohen 360°-Videowand auf 4 Meter Höhe oder so die Jahreszeiten in zufälligen Regionen Finnlands simuliert, alle 10 Minuten wechseln. In der Ecke spielen fünf Musiker ein kleines Konzert: Sie spielen drei Lieder der neuen Musik von Finnair. Dazu gibt es, wie bereits auf dem Zubringer mit N°rra (Nordic Reg for Finnair) kostenlos Blaubeersaft.

In Helsinki ist die Zeit stehen geblieben und es gibt eine „Christmas Cabin“, ein weihnachtlich dekoriertes Holzhaus. Ebenfalls gibt es „Quiet Pods“ (Ruhekapseln), wo man sich mit max. zwei Leuten reinsetzen kann. Drinnen gibt es zwei Steckdosen und einen Fernseher/Bildschirm, an den man seinen Laptop per HDMI anschließen kann (Kabel vorhanden). Das finde ich toll.

Der Flug geht, aus Gründen die ich nicht erkennen kann, mit einiger Verspätung los. Es ist mein erster Flug mit einem A350, genauer dem 359, und ich höre die gerade eben erschienene neueste Folge des Luftfahrt-Podcasts AvTalk – und das ist Folge 359, die sie auch selbst „die Airbus-A350-900-Folge“ nennen.

Das Check-in-System hat mir freundlicherweise auf beiden Flügen einen Fensterplatz am Notausgang zugewiesen. Besser hätte ich es selbst nicht machen können – was mich gut 100 Euro gekostet hätte. Also auf dem Rückflug wieder sofort einchecken, wenn's möglich ist.

War ich auf dem Austrian-Flug schon vom Mangel an Zahnpasta überrascht (ich hatte meine vergessen, sonst hätte ich die nicht gebraucht) und auch bei Qatar war die Nachtflug-Ausrüstung spärlich, gibt es bei Finnair ... eine Decke. Nicht mal eine wirklich dicke und nicht mal ein Kissen. Soll wohl nordisch spartanisch sein.

Egal, ich hab's überlebt und sogar um die 5 Stunden gepennt. Yay.


Selber den Flug zu buchen heißt bei MPR inzwischen, auch selbst zum Hotel zu kommen. Also fahre ich mit dem ARL (Airport Rail Link). Der fährt auch eher so, wie er lustig ist und nicht so, wie es auf Google Maps steht.

Noch etwas ist falsch auf Google Maps: „Nicht zu voll“. Es passt bereits am Startbahnhof (dem Flughafen) kaum noch einer rein, beim ersten Halt ist das Ding dann komplett voll und niemand kommt mehr rein. Jetzt könnte man das auf unterschiedliche Definitionen von „voll“ in Europa und Asien schieben, aber Google erklärt ganz genau, was es unter welcher Bewertung versteht. Daran kann's also auch nicht liegen.

Immerhin: Seit diesem Monat kann man einfach mit einer Kreditkarte fahren, statt ein Ticket zu kaufen.

Den Anschluss zur Blue Line des MRT kriege ich durch die Verspätung nicht. Wobei man das auch nicht so genau sagen kann, denn auch der MRT fährt, wie er lustig ist. Ich bin dennoch schneller, als die Gruppe mit dem Thai-Direktflug (Landung 40 Minuten nach mir), die abgeholt werden. Das heißt: Ich kriege als erstes ein Wassereis mit Cola-Geschmack als Willkommensgruß im Hotel.

Da es Leute mit dem Direktflug gibt, findet heute kein richtiges Programm mehr statt. Ich treffe vier aus der früher gelandeten Emirates-Gruppen (es gab zwei) beim Pool auf dem Dach. Hätte die Reise einen Tag später begonnen, wären wir statt zu 25. nur zu 6. gewesen, da gerade der Nahostkrieg ausgebrochen ist und die Golf-Flughäfen gesperrt sind.

Grünrücken-Nektarvogel auf dem Dach des Galleria 10 in Bangkok
Grünrücken-Nektarvogel auf dem Dach des Galleria 10 in Bangkok

Dann gehe ich zum Benjakitti-Park (auch Benchakitti). Eine Girlgroup (plus ein Typ als Schlagzeuger) spielt Cover.

Coverband auf der Bühne im Benjakitti-Park in Bangkok
Coverband auf der Bühne im Benjakitti-Park in Bangkok
Benjakitti-See in Bangkok
Benjakitti-See in Bangkok

Auf Benjakitti-See kann man sich entförmige Tretboote leihen (ja, leihen, nicht mieten). Als ich am See vorbeispatziere, höre ich ein „What you doing? What you doing?“ und dann kollidieren zwei Tretboote frontal.

Der eigentliche Benjakitti-Park liegt auf der anderen Seite des Benjakitti-Wald-Museums. Warum Waldmuseum? Auch der Benjakitti-Park ist eigentlich ein Sumpfwald.

Benjakitti-Park in Bangkok
Benjakitti-Park in Bangkok

Zwei Hörnchen spielen fangen. Das macht es schwer, sie zu fotografieren, und ich brauche 10 Minuten, bis mir ein Foto gelingt.

Finlayson-Hörnchen im Benjakitti-Park in Bangkok
Finlayson-Hörnchen im Benjakitti-Park in Bangkok
Halsbandstar im Benjakitti-Park in Bangkok
Halsbandstar im Benjakitti-Park in Bangkok

Jetzt aber schnell zum Hotel. Heute ist Abendessen inklusive. Es gibt Set-Dinner im Doi Soi 12, als fünf Gerichte und Reis (beliebig viel Reis). In der gleichen Straße befindet sich auch ein Laden namens „Cabbage and Condoms“ (Kohl und Kondome) und „Coffee and Condoms“. Ich frage lieber nicht, was es damit auf sich hat.

Abendessen im Doi Soi 12 in Bangkok
Abendessen im Doi Soi 12 in Bangkok

Falls ihr euch fragt, was es mit den Nummern auf sich hat: Es gibt hier eine Hauptstraße namens Sukhumvit, was auch der Name des Viertels ist. Die davon abgehenden Straßen sind nummeriert. Die Nummerierung ist nicht ganz konsequent, denn nach dem Essen gehen die meisten von uns zum Above Eleven – das Hotel Gallerie 10 liegt zwischen der Straße mit dem Above Eleven und dem Restaurant Doi Soi 12.

Das Above Eleven ist eine peruanische Rooftop-Bar im 32. Stock des Fraser Suites. Die Preise sind entsprechend hoch. Dann muss ich das auch für vernünftige Fotos nutzen. Immerhin habe ich mein Stativ dabei.

Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Osten
Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Osten
Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Südwesten
Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Südwesten
Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Südosten (Chalerm Maha Nakhon Expressway?)
Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Südosten (Chalerm Maha Nakhon Expressway?)
Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Norden
Blick vom Above Eleven in Bangkok nach Norden

Gegen 20 vor 22 brechen wir auf zum Hotel.


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Ägypten (Nilkreuzfahrt) II Abend 7: Licht- und Ton-Show im Karnak-Tempel – Nachts im Tempel

Was mögen sich die Könige wohl beim Bau des Karnak-Tempels gedacht haben? Und wie sieht es da nachts eigentlich aus? Diese Fragen klärt die Licht- und Ton-Show.

geschrieben von Janni Freitag, 27. Februar 2026 um 19:13 Uhr

Für 48 Euro kann man die Licht-und-Ton-Show nach Sonnenuntergang im Karnak-Tempel buchen. Es finden heute zwei Vorstellunge statt, eine englische um 19 und eine arabische um 20. Es gibt wohl an manchen Tagen auch eine Deutsche. Die sieben, kein Englisch können, kriegen Kopfhörer für die Übersetzung. Zwei andere und ich brauchen das nicht. Aufgrund der Verwendung leicht archaischen Vokabulars ist die englische Tonspur nicht die einfachste.

Erster Pylon des Karnak-Tempels bei Nacht
Erster Pylon des Karnak-Tempels bei Nacht

Im Prinzip funktioniert das so: Man startet vor dem Tempel. Der Weg rein ist zunächst abgesperrt. Dann läuft das ein bisschen wie wenn man die Tonspur mit dem Kommentar des Regisseurs auf einer DVD anmacht: Diverse Könige erzählen, was sie sich bei der Erweiterung des Tempels gedacht haben. Außerdem werden ein paar Storys drumherum erzählt (also was sonst so in Ägypten abging). Außerdem wird ein bisschen was angestrahlt und projiziert. Das ganze wird an drei weiteren Stellen wiederholt: Zwischen erstem und zweitem Pylon, in der Großen Hypostylhalle und auf einer Tribüne am Heiligen See. Der Spaß dauert genau 1 Stunde. Offiziell kostet er 24 USD, aber Phoenix möchte 48 Euro dafür. Das schließt einen Transfer ein, wobei man die 1,5 Kilometer wohl auch zu Fuß laufen könnte, aber ich hätte wohl nicht mehr den Eingang gefunden, von daher egal.

Die Mitnahme eines Stativs ist erlaubt. Das erklärt die gute Bildqualität und dass man die Sterne am Himmel erkennen kann.

Zweiter Pylon des Karnak-Tempels während der Licht- und Ton-Show
Zweiter Pylon des Karnak-Tempels während der Licht- und Ton-Show
Große Hypostylhalle des Karnak-Tempels während der Licht- und Ton-Show, unten der Obelisk ist der Obelisk des Thutmosis III.
Große Hypostylhalle des Karnak-Tempels während der Licht- und Ton-Show, unten der Obelisk ist der Obelisk des Thutmosis III.
Heiliger See des Karnak-Tempels während der Licht- und Ton-Show
Heiliger See des Karnak-Tempels während der Licht- und Ton-Show

Die Beleuchtung der einzelnen Teile der Tempels während der Show passt nicht wirklich zum Gesprochenen. Nur wenn Bilder von Königen projiziert werden, passen die natürlich zum aktuellen Sprecher. Das sieht man auf dem zweiten Bild in diesem Post.

Dieser Obelisk von Hatschepsut im Karnak-Tempel ist 27 v. Chr. umgestürzt, weshalb er so klein ist. Das Bild zeigt ihn während der Licht- und Ton-Show
Dieser Obelisk von Hatschepsut im Karnak-Tempel ist 27 v. Chr. umgestürzt, weshalb er so klein ist. Das Bild zeigt ihn während der Licht- und Ton-Show

Der Spuk dauert genau eine Stunde. Dann kann man durch den Tempel zurücklaufen. Da die andere Show schon gestartet ist, soll man sich nicht ewig Zeit lassen, so 15 bis maximal 20 Minuten werden toleriert.


Am Abend ist die Bauchtanz- und Derwisch-Show an Bord. Sie ist nach einer guten halben Stunde aber auch schon wieder vorbei. Zu meiner Überraschung wurde kein Trinkgeld gesammelt.


Technischer Hinweis für mich selbst: Weißabgleich = −1 (für den blauen Himmel)


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